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Vinculo Studio
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5 Anzeichen, dass die Website Ihres Architekturbüros überarbeitet werden sollte

Wenn bei einem Architekturbüro Anfragen ausbleiben, obwohl Auftragsqualität und Referenzen stimmen, liegt das Problem selten an der Sichtbarkeit, sondern an dem, was Interessent:innen sehen, sobald sie die Website öffnen. Eine Website bleibt aber nicht automatisch aktuell, nur weil sie einmal fertiggestellt wurde.

Woran erkennt man, dass eine Architekturbüro-Website überarbeitet werden sollte?

1. Die Website sieht auf dem Handy anders aus als gedacht

Ein Großteil der Website-Aufrufe kommt heutzutage über das Smartphone, auch bei Architekturbüros, deren Zielgruppe eher über 40 ist. Wenn ich eine bestehende Website eines Büros zum ersten Mal prüfe, öffne ich sie deshalb immer zuerst auf dem Handy, nicht am Desktop. Dieser Check läuft oft ähnlich ab: Das Menü braucht drei Klicks, bis es sich öffnet, Bilder werden abgeschnitten statt skaliert, und Texte laufen am rechten Rand über den Bildschirm hinaus. Für ein Büro, das Präzision und saubere Ausführung verkauft, ist genau das ein Widerspruch, den Besucher:innen unbewusst registrieren.

2. Projekte lassen sich nicht in Ruhe ansehen

Bauherren entscheiden sich für ein Büro, nachdem sie sich Referenzprojekte angeschaut haben, was bei einem Architekturbüro eher die Regel als die Ausnahme ist. Trotzdem sehe ich häufig Projektseiten mit drei bis vier winzigen Vorschaubildern ohne Zoom-Funktion, ohne Beschreibung des Projekts (Bauart, Fläche, Standort, Herausforderung) und ohne klare Reihenfolge. Und auch das Gegenteil ist oft der Fall: Dutzende Projekte werden wahllos veröffentlicht, es herrscht weder Struktur noch Ordnung, und das Auge weiß nicht, zu welchem Bild es als Nächstes schauen soll.

3. Die Ladezeit kostet mehr Anfragen, als man denkt

Architektur-Websites haben naturgemäß viele und große Bilder. Das ist erstmal sinnvoll, schließlich will man mit seinen Bauprojekten werben. Genau das führt aber oft zu Ladezeiten von sechs, acht oder zehn Sekunden, weil Fotos direkt aus der Kamera oder aus einem alten Website-Baukasten unkomprimiert eingebunden wurden. Ein Großteil der Besucher:innen verlässt eine Seite, die beim Laden spürbar hängt, bevor sie überhaupt ein einziges Projektbild gesehen hat. Bei Websites ist der Satz “der erste Eindruck zählt” extrem relevant und kann darüber entscheiden, ob Ihnen ein Bauprojekt anvertraut wird oder Ihrer Konkurrenz.

4. Es gibt keinen niedrigschwelligen Weg zur Kontaktaufnahme

Immer wieder finde ich auf Architekturbüro-Websites nur eine einzelne E-Mail-Adresse irgendwo im Impressum, aber kein Kontaktformular, keine Telefonnummer im sichtbaren Bereich und keinen Terminbuchungslink. Für jemanden, der gerade vier oder fünf Büros parallel vergleicht, ist das oft der Punkt, an dem er zur nächsten Website weiterklickt, statt eine E-Mail zu formulieren. Je kleiner die Hürde zur ersten Kontaktaufnahme, desto eher landet die Anfrage tatsächlich im Postfach. Auch sogenannte “Protokoll-Links”, beispielsweise ein klickbares Telefon-Icon, das den Anruf direkt durchführt, werden immer wichtiger.

5. Die Website wurde seit Jahren nicht mehr angefasst

Ein Baujahr-Hinweis im Footer, ein Flash-typisches Layout-Relikt oder Referenzprojekte, die seit 2019 nicht mehr ergänzt wurden, signalisieren Besucher:innen unbewusst, dass das Büro entweder nicht mehr aktiv ist oder digitale Präsenz nicht ernst nimmt. Bei einem Berufsstand, der von Vertrauen in aktuelle, sorgfältige Arbeit lebt, ist das ein teures Signal, selbst wenn die tatsächliche Auftragslage und Arbeitsqualität stimmen.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Überarbeitung der Website in der Regel?

Das hängt vom Umfang ab. Ein klar strukturiertes Architekturbüro-Portfolio mit Startseite, Projekten, Leistungen und Kontakt lässt sich in wenigen Wochen umsetzen, wenn Bildmaterial und Projekttexte bereits vorliegen. Den genauen Zeitrahmen kläre ich im Erstgespräch, weil er stark davon abhängt, wie viele Projekte aufbereitet werden sollen.

Muss die gesamte Website neu gebaut werden, oder reichen einzelne Korrekturen?

Nicht immer. Wenn die Struktur grundsätzlich stimmt, reichen oft gezielte Eingriffe, etwa Bildkomprimierung gegen lange Ladezeiten oder ein Kontaktformular zusätzlich zur E-Mail-Adresse. Ein kompletter Relaunch lohnt sich meist erst, wenn mehrere der oben genannten Punkte gleichzeitig zutreffen.

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Über den Autor: Vincent Bonke ist Gründer von Vinculo Studio und gestaltet Websites, von der Struktur bis zur technischen Umsetzung.